Nehmen Sie ein Stativ, stellen Sie manuell auf unendlich scharf und beginnen Sie mit ISO 1600–3200, f/1,4–2,8 und 2–10 Sekunden mit einem Weitwinkel. Bei schnell tanzendem Nordlicht kürzer belichten. Mit dem Handy den Nachtmodus nutzen und das Handy stabil auflegen. Ersatzakkus einpacken und das Bild um einen Vordergrund bauen: Berge, Wasser oder ein Haus.
Es gibt nichts Vergleichbares zu dem Moment, in dem der Himmel anfängt, sich zu bewegen. Und nichts ist frustrierender, als hinterher auf den Fotos nur einen grünen Schleier zu sehen. Das funktioniert auf den Lofoten wirklich.
Die Ausrüstung
- Stativ. Mit Kamera unverzichtbar. Ein kleines Reisestativ reicht.
- Lichtstarkes Weitwinkel. Etwa 14–24 mm bei f/2,8 oder offener. Das Nordlicht füllt oft den ganzen Himmel.
- Ersatzakkus. Kälte leert sie schnell. In der Innentasche tragen.
- Stirnlampe mit Rotlicht – zerstört weder die eigene Nachtsicht noch die Bilder anderer.
- Warme Handschuhe, mit denen sich die Kamera bedienen lässt. Dünne Unterziehhandschuhe plus Fäustlinge drüber.
Kameraeinstellungen zum Start
| Einstellung | Startwert | Anpassen, wenn … |
|---|---|---|
| Modus | Manuell (M) | – |
| Fokus | Manuell, unendlich | Mit Live-View-Zoom an einem hellen Stern prüfen |
| Blende | f/1,4–f/2,8 (offen) | – |
| ISO | 1600–3200 | Höher bei schwachem, niedriger bei sehr hellem Licht |
| Belichtung | 2–10 s | Kürzer, wenn das Nordlicht schnell tanzt |
| Weißabgleich | 3500–4000 K | Nach Geschmack |
| Format | RAW | – |
Schnelles, tanzendes Nordlicht wirkt mit kurzen Zeiten (1–4 Sekunden) am besten – längere verwischen die Struktur. Schwache, ruhige Bögen vertragen 10–15 Sekunden.
Am Fokus scheitern die meisten Bilder
Autofokus funktioniert im Dunkeln nicht. Schalte auf manuell, zoom im Live-View auf einen hellen Stern und dreh am Ring, bis er ein scharfer Punkt ist. Dann den Ring abkleben. Der Unendlich-Markierung am Objektiv nicht trauen.
Handys
Handys sind erstaunlich gut geworden. Nachtmodus an, Handy absolut ruhig auflegen – Stein, Autodach – und die Langzeitbelichtung laufen lassen. Manche Handys erlauben eine manuelle Belichtungszeit; probier 3–10 Sekunden.
Der Vordergrund macht das Bild
Ein grüner Himmel ist schön. Ein grüner Himmel über einem Berg, gespiegelt im Fjord, mit einem erleuchteten Fenster im Eck – das ist ein Foto. Auf den Lofoten gibt es die Auswahl: Gipfel, Strände, Fischerdörfer, das Wasser. Den Platz bei Tageslicht aussuchen, dann weiß man nachts, wo man steht.
Wo auf den Lofoten
- Rund um Reine: Die Strände von Flakstad und Skagsanden blicken nach Norden, mit Bergen im Rücken.
- In der Mitte: Gimsøy hat einen riesigen offenen Himmel; das Ufer in Lyngvær blickt aufs offene Wasser.
- Vom Haus: Ehrlich – einige unserer schönsten Nächte waren einfach auf der Terrasse, zwischen zwei Saunagängen.
Wann Sie kommen sollten und wie man die Vorhersage liest, steht im Nordlicht-Guide.
Rücksicht auf den Ort
Nur dort parken, wo es erlaubt ist – nie auf der Straße. Stirnlampe aus, wenn andere fotografieren. Und weg von empfindlichem Boden und privatem Grund.
Gute Fragen
Welche Kameraeinstellungen für Nordlichter?
Startwerte: ISO 1600–3200, Blende f/1,4–2,8, 2–10 Sekunden, manueller Fokus auf unendlich, Weißabgleich etwa 3500–4000 K. Dann je nach Helligkeit und Tempo des Nordlichts anpassen.
Kann man Nordlichter mit dem Handy fotografieren?
Ja. Aktuelle Handys mit Nachtmodus schaffen das erstaunlich gut. Wichtig: Das Handy muss absolut stillstehen – irgendwo anlehnen oder ein kleines Stativ nutzen.




